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Das ehemalige Klostergebäude
Der weitläufige Komplex wurde 1828 versteigert, danach abgebrochen. Erhalten
geblieben ist nur das ehemalige Gästehaus, das Mitte des 19. Jahrhunderts an
Privat verkauft wurde. Das Obergeschoß des Walmdachhauses enthält einen
breiten Längsgang mit Flachdecke und reichem Rahmenstuck.
Der aus dem 16. Jahrhundert stammende Hauptbau war zweigeschossig mit zwei
im rechten Winkel zueinander stehenden Trakten. Der kürzere Trakt schloß sich
mittels eines zweigeschossigen Zwischengliedes mit zwei Arkaden und einem
Verbindungsgang darüber im rechten Winkel an die Nordseite der Kirche an.
Im Süden und Osten umzog in einem großen Bogen eine Mauer die Kirche, den
Friedhof und das Kloster. Westlich daran erstreckte sich das lang gezogene
Bräuhaus, das 1734 erbaut wurde.
Die Nonnengruft
Unter dem Seitenschiff gelegen. Zugang durch eine Klapptür im Boden unter der
Treppe zum Winterchor. Tonnengewölbter Gang aus der ersten Hälfte des 18.
Jahrhunderts; in der nördlichen Längswand große Rundbogennische, darüber
Stichkappe. In den Längswänden eingelassen quadratische Tonplatten mit
Initialen und Todesjahr der beigesetzten Nonnen.
Die Pfarrkirche St. Ursus
Der Chorraum mit dem Hochaltar
Wenn der Besucher die Kirche betritt und nach dem Durchschreiten des
Seitenschiffes mit dem ,,Blutaltar" ins Langhaus gelangt, so richtet sich sein Blick
nach vorn zum Chorraum, der von einem machtvoll emporragenden Hochaltar
beherrscht wird. Dieser wurde 1769 von Johannes Bergmüller aus Krumbach
gefertigt. Die von vergoldetem Schnitzwerk umrahmten Reliquien hat der
Babenhauser Maler Placidus Denzel gefaßt. Der Altar ist in olive-braun-rötlichen
Tönen gehalten und mit Golddekor marmoriert.
In der Mitte des Altares, befindet sich das große Gemälde ,,Sankt Ursus in der
Glorie" , der Kirchenpatron kniet in Legionärskleidung und rotem Umhang auf
einer Wolke. Engel mit Lorbeerkranz und Palmzweig begleiten ihn zum Himmel.
Ein großer Engel hält ein Schwert als Zeichen des Märtyrertodes in den Händen.
Dieses Bild schuf 1803 der frühklassizistische Maler Konrad Huber aus
Weißenhorn (1752 ­ 1830).

Der heilige Schutzpatron gehörte der Thebäischen Legion an und wurde wegen
seines Bekenntnisses zum christlichen Glauben 303 n.Chr. im schweizerischen
Solothurn enthauptet. Dort ruhen auch die Gebeine des Märtyrers. Berthold Edler
von Grüningen, Abt des Klosters Zwiefalten, dessen Familie bis 1355 die
Lehensherren von Klosterbeuren waren, schenkte den Franziskanerinnen eine
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