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Das Seitenschiff mit dem Blutaltar
Im dreiachsigen Tabernakel wird die Monstranz mit der Hl. Blutreliquie
aufbewahrt, die dem Altar den Namen gegeben hat. 1660 soll ein Splitter von der
Geißelsäule Christi in das Kloster gekommen sein, worauf es sich ,,Kloster zum
heiligen Blut" genannt hat. In der Predella befinden sich Reliquienschreine; außen
Sockel mit liebreizend aussehenden knienden Putten. Bemerkenswert ist das in
Holz gefasste Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert, das das Kloster in der
Schwedenzeit in wundersamer Weise vor der Zerstörung bewahrt haben soll. Die
Darstellung des Christus ist von naturalistischem Ausdruck, mit natürlichem Haar
und einem Lendentuch aus Leinen versehen. Der Kreuzesstamm ist barock mit
Muscheln an den Balkenenden. Die Mitte des Altaraufbaus bildet ein großer
verglaster, oben geschweifter Schrein mit dem aufrecht stehenden lebensgroßen
Reliquienleib der hl. Constantia in prachtvoll besticktem barocken Ornat, in der
Linken die Märtyrerpalme, die Rechte auf ein Schwert gestützt.
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