den Jahren 1740 und 1741 wurde die Langhausdecke erneuert und der
Winterchor erweitert.
Der verschachtelt wirkende Außenbau wird von den südlichen Annexen des
mittleren 18. Jahrhunderts geprägt, die den gotischen Turm eng umschließen.
Dieser dringt einerseits ins Seitenschiff mit dem mächtigen Giebel und dem
Quersatteldach ein, andererseits scheint er mit seinen durch Dreipaßfriese
verzierten mittleren Geschossen der zweigeschossigen Sakristei entwachsen zu
sein.
Die Breite des ursprünglichen Langhauses wird durch die in die Südostecke
vorspringende Turmwand angedeutet.
Das im 14./15. Jahrhundert in gotischer Bauweise entstandene Gotteshaus wurde
im 18. Jahrhundert barock umgestaltet. Aus seiner spätgotischen Entstehungszeit
stammen noch Teile des Chores sowie der Turm mit einer Glocke von 1620.
Der Kerkerheiland
Am Vorzeichen der Kirche steht in einer kapellartigen Nische hinter Gittern
lebensgroß ein Kerkerheiland mit klaffender Schulterwunde. Er ist an Händen und
Füßen an eine Säule gekettet. Die mächtige Figur stammt aus der Zeit um 1740.
Die Friedhofskapelle (Totenkapelle, Gottesackerkapelle)
In der Südostecke des kirchlichen Friedhofs. Sie wurde um 1625 erbaut.
Dreiseitiger geschlossener Bau mit profiliertem Gesims und mit Walmdach. Innen
bemerkenswerte Kassettendecke von 1625. Deren kunsthistorisch wertvolle
Malereien stammen aus der Übergangszeit vom Manierismus zum Frühbarock.
Die Decke enthält eine Kreuzigungsgruppe und Darstellungen der Heiligen
Elisabeth, Clara, Michael und Vitus sowie das Allianzwappen des Veit Ernst von
Rechberg zu Osterberg und seiner Gemahlin Barbara von Gemmingen. Die
Tracht der hl. Elisabeth zeigt die Ordenskleidung der Klosterbeurer
Franziskanerinnen.
Der marmorierte Altar mit sarkophagartiger Mensa stammt aus der Mitte des 18.
Jahrhunderts. Ein Sockel und ein von prächtigen Rocaillevoluten mit zwei kleinen
Putten gerahmtes Bild der Muttergottes. An der Nordwand Grabplatte mit
Kalksteinrelief zum Gedenken an Catharina Mayr, Witwe des hochfürstlichen
Kammerrats Max Mayr.