Willkommen beim Kindergarten Guter Hirte

Personale Kompetenzen


1. Kinder lernen sich selbst wertzuschätzen
Im Freispiel und in den verschiedenen anderen Aktivitäten probieren Kinder immer wieder Neues aus und wiederholen Bekanntes. Sie erleben sich, mit ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten und erhalten so immer wieder aufs neue Gelegenheit ihr eigenes Tun wertschätzen zu können und stolz auf sich und das Geschaffene zu sein . Unser positives Vorbild zeigt den Kindern, wie wertvoll ein respektvolles und freundliches Verhalten sein kann. Lob und Anerkennung sind für alle Kinder und Erwachsene selbstverständlich.


2. Die Kinder erfahren sich selbst als positiv.
Die Vielzahl von Kontakten zu unterschiedlichsten Personen , Erwachsenen und Kindern, mit unterschiedlichen Charakteren, Altersstufen, Größen, Erscheinungsbildern und Kulturen in unserem Kindergarten, ermöglicht den Kindern ein positives Bild von sich selbst zu bekommen. Die Kinder können und sollen erleben, dass es für unterschiedliche Situationen auch unterschiedliche Gefühle gibt.
Sie erfahren die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Durch die positiven Rückmeldungen der ErzieherInnen werden die Kinder motiviert sich für gewisse Dinge anzustrengen und sich auf Neues einzulassen.
Außerdem vermitteln wir den Kindern, dass das Aussehen, welches wir nicht direkt beeinflussen können, zweitrangig ist. Jedoch spielt ein gepflegtes Erscheinungsbild eine große Rolle dabei, wie wir auf andere wirken. Daher halten wir die Kinder an auf Sauberkeit hinsichtlich des eigenen Körpers und der Kleidung zu achten.

3. Kinder wollen selbst bestimmen was sie wie tun.
Wir bieten den Kindern während des gesamten Freispiels die Möglichkeit das Spiel, den Ort und den Spielpartner, sowie die Spieldauer selbst zu wählen. Wir drängen uns den Kindern im Freispiel nicht auf, sondern zeigen durch unser Interesse an ihren Aktivitäten, dass wir als Spielpartner, Berater oder Helfer, Moderator und Mediator jederzeit zur Verfügung stehen.
Viele unserer Angebote können von den Kindern selbst gewählt werden. Ob ein Kind gerne Schwimmen gehen möchte oder lieber die Zeit mit seinen Freunden im Kindergarten verbringt - wir respektieren die Entscheidung der Kinder. Allerdings achten wir darauf, dass wenn ein Kind eine Entscheidung getroffen hat, das Kind bei dieser Entscheidung bleibt. Es sei denn, es hat eine plausible Erklärung und überzeugende Argumente, warum es seine Entscheidung revidieren möchte oder muß.


4.Kinder erleben sich als kompetente Partner
Unsere Angebote orientieren sich immer an den Bedürfnissen, am Leistungsniveau und der Entwicklungsstufe der Kinder. Wir achten darauf, dass die Angebote so gestaltet sind, dass die Kinder nicht über - oder unterfordert sind.


5. Kinder lernen schwierige Situationen zu meistern
In unserem Kindergarten gibt es für die verschiedenen Spielbereiche, den Umgang mit Anderen, das Spiel im Garten, die verschiedensten Situationen im Alltag, klare Strukturen und Regeln. Die Kinder kennen diese Regeln und wissen um die Konsequenzen, wenn diese Regeln nicht eingehalten werden. Es handelt sich um für die Kinder klar nachvollziehbare Konsequenzen, die immer in direktem Bezug zum vorhergegangenen Regelverstoß stehen. Dass die Regeln eingehalten werden, darauf achten nicht nur die ErzieherInnen, sondern auch die Kinder. Immer wieder werden Situationen, bei denen Regeln nicht eingehalten wureden, mit den Kindern besprochen. Dieses konsequenteVerhalten aller an der Gestaltung des Zusammenleben beteiligten Personen, ermöglicht den Kindern im Laufe der Kindergartenzeit bis zum Übertritt in die Schule, immer schwieriger werdende Situationen zu meistern.Dadurch und durch Selbstkritische Einschätzung des eigenen Verhaltens eignen sich Kinder Kompetenzen an, die sie stark machen um selbstbewußt auftreten zu können und eigenes Fehlverhalten eingestehen zu könnnen.


6. Kinder lernen wahrgenommenes zu differenzieren und zu beschreiben
Unsere Sinne (sehen, hören, tasten, schmecken, riechen, fühlen von Temperaturen, spüren von Bewegung und Muskelspannung) ermöglichen es uns unsere Umwelt wahrzunehmen. Die Kinder lernen das Wahrgenommene nach Merkmalen zu unterscheiden und zu beschreiben. Bei vielen Aktivitäten können die Kinder lernen das was sie sehen, riechen, fühlen....zu beschreiben. Die ErzieherInnen ermöglichen den Kindern durch ein abwechslungsreiches Spiel- und Lernangebot ihre Wahrnehmung zu schärfen und sprachlich zu begleiten.

Soziale Kompetenzen


Sozialerziehung durchzieht alle Bereiche des Tagesablaufs im Kindergarten.


1.Gute Beziehungen zu Erwachsenen und Kindern
Mit dem Eintritt des Kindes in den Kindergarten geht das Kind soziale Beziehungen zu Mitarbeiterinnen und zu anderen Kindern ein. Eine Beziehung baut es in dem Moment auf, in dem es mit einer Person in Kontakt kommt. Zu einer Person fühlt es sich mehr hingezogen, zu einer anderen weniger, einer ist ihm sympathisch, ein anderer weniger. Im Kindergarten lernt das Kind, Beziehungen aufzubauen, die durch Sympathie und gegenseitigen Respekt gekennzeichnet sind. Es lernt, sich über- aber auch unterzuordnen, sich durchzusetzen aber auch, die Wünsche der anderen Kinder zu akzeptieren und zu respektieren.
Wir unterstützen die Kinder dabei, indem wir:
 dem Kind helfen, Kontakte aufzunehmen
 das Kind wertschätzen, so, wie es ist
 offen mit den Kindern über soziales Verhalten sprechen


2.Empathie und Perspektivenübernahme

Bei den Kindern wird die Fähigkeit gefördert, sich in andere hineinzuversetzen, indem es zuhört und aufnimmt, was der Gesprächspatner möchte bzw. was es fühlt. Dabei ist es notwendig, sich über die eigenen Gefühle wie Freude, Enttäuschung, Traurigkeit, Hoffnung, Zuversicht usw. im Klaren zu sein. So lernen die Kinder, sich in andere hineinzudenken und ihr Handeln zu verstehen.
Wir helfen ihnen dabei, indem:
 wir in Gesprächen über Gefühle reden
 wir den Kindern ihre Gefühle bewusst machen
 wir die Kinder dabei unterstützen, ihre Konflikte durch Gespräche und Kompromisse zu lösen
 wir die Kinder ihre Meinung äußern lassen

3.Fähigkeit, verschiedene Rollen einzunehmen
Kinder erfahren durch Rollenspiele, wie andere Menschen fühlen und wie sie sich verhalten. Dabei lernen sie, das Verhalten von anderen Kindern und von Erwachsenen besser zu verstehen.
Wir unterstützen die Kinder dabei, indem wir:
 verschiedene Rollenspiele anbieten und mit den Kindern spielen, z.B. in der Theatergruppe, in der Puppenecke, Bauecke, im Kaufladen
 verschiedene Alltagssituationen mit den Kindern besprechen und darauf eingehen, wie sich wer in welcher Situation fühlt, z.B. in der Literaturstunde

4.Kommunikationsfähigkeit

Die Kinder lernen, sich angemessen auszudrücken, richtige Begriffe, sowie eine angemessene Gestik und Mimik zu verwenden. Sie lernen aber auch, andere ausreden zu lassen, ihnen zuzuhören und bei Unklarheiten nachzufragen.
Wir unterstützen die Kinder dabei, indem:
 wir die Kinder Bilderbücher und Geschichten nacherzählen lassen
 wir über Vorgänge und Reaktionen bei Experimenten sprechen
 wir die Kinder in Gesprächen erzählen, reden lassen – sie lernen, sich mitzuteilen, sich auszudrücken
 wir die Kinder dazu anregen, ihr Handeln zu erklären, zu kommentieren, z.B. im "Zahlenland", bei Konflikten, bei Experimenten,
 wir den Kindern helfen, ihre Konflikte im Gespräch zu lösen - ohne Gewalt

5.Kooperationsfähigkeit

Hier lernen die Kinder, mit anderen Kindern und Erwachsenen zusammenzuarbeiten. Sie lernen, sich mit anderen abzusprechen, gemeinsam etwas zu planen, dieses abgestimmt durchzuführen und danach über ihre Erfahrungen zu sprechen.
Wir eröffnen den Kindern Kooperationsmöglichkeiten durch:
 gemeinsames Tischdecken, z.B. bei Festen, Geburtstagsfeiern
 gemeinsame Gestaltung der Räumlichkeiten, z.B. Dekoration
 gemeinsame Vorbereitung von Festen
 Projektgestaltung, z.B. die Gestaltung von Gemeinschaftswerken wie Vogelscheuche, Schiff, Haus, Collagen usw.
 Themenprojekte erarbeiten, z.B. "Was ist Energie?"
 Gemeinsames Kochen
 Gemeinsam Spiele durchführen

6.Konfliktmanagement

Zwischenmenschliche Konflikte treten im Kindergartenalltag immer wieder auf. Die Kinder sollen lernen, wie sie Konfliktverschärfungen verhindern können wie sie sich von durch andere hervorgerufene Gefühle distanzieren können und wie sie Kompromisse finden können. Sie sollen auch erfahren, wie sie in Konflikte anderer Kinder vermittelnd eingreifen können.
Wir unterstützen die Kinder, indem:
 wir Konfliktsituationen besprechen
 die Kindern erlebbar und bewußt machen, was Gefühle sind, welche Gefühle es gibt ( Freude, Glück, Zufriedenheit, Enttäuschung, Wut, Traurigkeit )
 wir den Kindern verdeutlichen, dass es wichtig ist, seine Gefühle zu kennen und mit ihnen umgehen zu können um zu verstehen, wie der andere sich gerade fühlt
 wir dieses Thema über Bilderbücher, Geschichten, Rollenspiele, Märchen, Theaterspiel, das tägliche Freispiel erleben und darüber sprechen


Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenz


1.Werthaltungen
Die Kinder sollen lernen, offen auf Personen mit anderen Werten, Einstellungen und Sitten zuzugehen.

Den Kindern werden ethische, christliche und and
ere verfassungskonforme Werte vermittelt. Dabei erfahren die Kinder, welche Bedeutung diese für das eigene Verhalten und Erleben haben. Die Kinder lernen, Regeln einzuhalten und zu befolgen, sie aber auch zu ändern, wenn gute Argumente dafür vorliegen oder wenn auf höhere Werte verwiesen werden kann.
Dies wollen wir erreichen durch:
 Einhaltung eines geregelten Tagesablaufs
 Vermitteln von Werten wie Achtung, Höflichkeit, Anerkennung, Respekt, Verständnis, Dankbarkeit usw.
 Bekanntmachen mit anderen Religionen
 Anerkennung und Achtung vor anderen Nationen und ihren Werten
 Religiöse Unterweisungen

2.Moralische Urteilsbildung
Die Kinder lernen, grundlegende lebenspraktische Fragen im Alltag zu erkennen, zu reflektieren und dazu Stellung zu beziehen, d.h. sie lernen, ihre Meinung zu vertreten, aber auch die Meinungen der anderen zu akzeptieren, Kompromisse einzugehen, Interessen und Wünsche anderer anzuerkennen und mit ihren eigenen in Einklang zu bringen.
Wir helfen ihnen dabei, indem wir:
 passende Geschichten erzählen
 Bilderbücher lesen
 die Kinder dazu anhalten, in Gesprächen ihre Interessen und Wünsche zu äußern
 im Spiel gemeinsam Wünsche und Anregungen umsetzen, z.B. beim Bauen in der Bauecke oder mit Konstruktionsmaterial, durch kreatives Gestalten am Mal- und Basteltisch oder im Rollenspiel

 

3.Unvoreingenommenheit
Die Kinder können sich für Menschen aus anderen Kulturkreisen interessieren und ihnen Wertschätzung entgegenbringen. Zugleich sollen sie sich der eigenen Kultur zugehörig fühlen.
Wir vermitteln dies durch:
 Das Kennenlernen verschiedener Sprachen, wie Englisch oder Deutsch für Migrantenkinder
 Das Begehen von christlichen Festen und Feiertagen im Jahreslauf, wie z.B. Ostern, Weihnachten, St. Martin, aber auch durch Feste anderer Kulturkreise, wie das Opferfest, Bayram, Ramadan.
 Teilnahme an Aktivitäten und Festen im Heimatort
 Einladen von Migranteneltern in den Kindergarten, die uns über ihr Land und ihre Sitten und Gebräuche erzählen
 Ausländische Gerichte kochen


4.Sensibilität für und Achtung von Andersartigkeit und Anderssein
Die Kinder lernen zu erkennen, dass jeder Mensch einzigartig ist in seinem Wesen und seiner Persönlichkeit. Sie lernen, dass alle Menschen ein Recht darauf haben, geachtet und respektiert zu werden, egal, welcher Hautfarbe, Herkunft oder Geschlecht sie sind, ob sie behindert oder nicht behindert sind.
Dies erreichen wir durch:
 Gleichbehandlung aller, egal, welcher Nation, welchen sozialen Standes, ob behindert oder nicht
 Integration behinderter Kinder


5.Solidarität
Die Kinder sollen zusammenhalten und sich füreinander einsetzen.
Wir erreichen das durch:
 Erkennen der Wünsche und Bedürfnisse der Kinder
 Verständnis für die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder
 Eingehen auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder


Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme


1.Verantwortung für das eigene Handeln
Die Kinder müssen lernen, dass sie selbst für ihr Verhalten und Erleben verantwortlich sind. Sie müssen ihre Reaktionen anderen gegenüber kontrollieren können.
Wir helfen den Kindern dabei, indem wir:
 sie lehren, Streitgespräche zu führen, z.B. bei Konflikten während des Spiels
 sie unterstützen, dass sie ihre Gefühle erkennen, sie sich bewusst machen und lernen, sie zu lenken
 ihnen helfen, Kompromisse eingehen zu können und sie zu akzeptieren

2.Verantwortung anderen Menschen gegenüber - Die Kinder sollen lernen, sich für Schwächere, Benachteiligte und Unterdrückte einzusetzen.
Wir:
 behandeln alle Kinder unserer Einrichtung gleich
 achten auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder und gehen darauf ein
 bereiten Aktionen und Feste gemeinsam mit allen vor
 gestalten Räume und Garten mit allen Kindern
 lassen alle gleichermaßen am Kindergartengeschehen teilhaben,
Jeden nach seinem Entwicklungsstand und seinen Fähigkeiten.

3.Verantwortung für Umwelt und Natur
Es ist wichtig, dass die Kinder Sensibilität für alle Lebewesen und die natürlichen Lebensgrundlagen entwickeln und dabei lernen, ihr eigenes Verhalten zu überprüfen. Sie sollen lernen, wie sie zum Schutz der Umwelt beitragen können und wie sie sparsam mit ihren Ressourcen umgehen.

Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe


1.Akzeptieren und Einhalten von Gesprächs- und Abstimmungsregeln
Die Kinder sollen auf das Leben in einer demokratischen Gesellschaft vorbereitet werden. Das bedeutet, dass sie z.B. Entscheidungsfindung und Konfliktlösung auf demokratischem Weg lernen.
Wir erreichen das durch:
 gemeinsames Abstimmen über Vorgehensweisen
 Gespräche, wie ein Problem oder ein Konflikt gelöst werden kann
 Finden von Kompromissen, die für jedes Kind akzeptabel sind
 Verständlich machen, dass Gewalt und Machtausübung das Zusammenleben gefährden


2.Einbringen und Überdenken des eigenen Standpunktes
Die Kinder lernen, in der Lage zu sein, eine eigene Position zu beziehen und diese nach außen vertreten zu können, dass sie andere Meinungen akzeptieren und Kompromisse aushandeln.
Wir:
 sind den Kindern stets ein Vorbild
 nehmen jedes Kind ernst
 lassen das Kind ausreden, hören ihm zu

 

Widerstandfähigkeit

Unterstüzung des Übergangsprozesses Elternhaus – Kindergarten
Wir legen sehr viel Wert darauf, dass die Kinder den Kindergarten als einen Ort erleben, der ihnen Stabilität und Struktur bietet. Hier sind Erwachsenen zuverlässige Partner, von denen die Kinder ernst genommen werden. Wir haben Verständnis für Kinder und Eltern, die nach jahrelanger intensiver Eltern – Kind –Bindung diese enge Bindung plötzlich lockern sollen.
Deshalb bieten wir seit September 2001 Eltern die Möglichkeit auch Kinder unter 3 Jahren in unserem Kindergarten anzumelden. Diese Kinder können als sogenannte "Zwergenkinder" an 1 –5 Nachmittagen den Kindergarten besuchen.
Dieses Angebot erleichtert den Kindern den Übergang Elternhaus – Kindergarten, da die Kinder sich langsam, stundenweise an den Kindergartenalltag gewöhnen können. Die Eltern aller neu angemeldeten Kinder, nicht nur der Zwergenkinder, können so oft und so lange sie möchten bei ihrem Kind im Kindergarten bleiben und so den Übergang aktiv unterstützen.
Kinder, die im Frühjahr für September angemeldet werden und kein "Zwergenkind" sind, können ab dem Zeitpunkt der Anmeldung zusammen mit Mutter oder Vater zu Besuch kommen. Dies ist am Nachmittag ohne vorherige Anmeldung möglich. Am Vormittag ist aus organisatorischen Gründen eine Terminvereinbarung unumgänglich
Für uns ist es wichtig, dass die Eltern von Kindern, die neu im Kindergarten sind, ständig telefonisch erreichbar sind. So können wir gewährleisten, dass die Eltern der Kinder, denen die Trennung schwer fällt, die Sehnsucht nach Mutter oder Vater haben und von uns nicht abgelenkt oder getröstet werden können, benachrichtigt werden können.

Unterstützung des Übergangs Kindergarten – Grundschule
Kinder verstehen den Kindergarten als "Sprungbrett" für die Grundschule. Sie besuchen den Kindergarten mit dem Ziel ein "Vorschulkind" zu sein, um schließlich ein Schulkind zu werden. Kinder wollen die Schule besuchen. Sie wissen, dass die Schule ein Ort ist, an dem nicht das Spiel im Vordergrund steht. Sie wollen Lesen, Schreiben und Rechnen.
Wir begleiten und unterstützen die Kinder, auf ihrem Weg durch die Kindergartenzeit und lassen sie los, wenn es Zeit ist den Kindergarten zu verlassen um in die Schule zu gehen. Wir möchten den Kindern den Übergang in die Schule so gestalten, dass sie den Übergang nicht als einen riesigen, kaum zu bewältigenden Schritt, empfinden. Vielmehr sollen die Kinder den Übergang schrittweise als längeren Prozeß der Entwicklung erleben können. Unserer Angebote für die Kinder, ob im Freispiel oder in der gezielten Arbeit mit Kleingruppen ist so angelegt, dass die Kinder in der Grundschule auf den Erfahrungen, dem Erlernten des Kindergartens aufbauen können. Deshalb gehören, Buchstaben, Zahlen, Mengen, Rechnen, Lesen, Forschen, Entdecken, Gelerntes dokumentierten, Teamarbeit, Beobachten, Nachfragen, Begründen, konzentriertes Arbeiten, Aufmerksamkeit und logisches Denken genauso zu unserem Alltag wie spielen, malen, singen, basteln, turnen, klettern, schaukeln, backen, reimen und vieles mehr.
Um den Kindern auch einen Einblick in den tatsächlichen Schulalltag zu geben, hospitieren wir mit den Vorschulkindern in einer Ersten Klasse im Unterricht. Im Gegenzug besucht ein Grundschullehrer die Vorschulkinder im Kindergarten.
Um den Kindern den Übergang in die Schule so problemlos wie möglich gestalten zu können ist für uns Erzieher ein regelmäßiger Austausch mit der Grundschule notwendig. Bei uns im Kindergarten und in der Grundschule gibt es einen Kooperationsbeauftragten als Ansprechpartner. Das Schulamt und das Landratsamt laden diese regelmäßig zu gemeinsamen Fortbildungen ein, um die Arbeitsweise beider Einrichtungen transparenter zu machen



c Markt Babenhausen 2004/05/06