Willkommen beim Kindergarten Guter Hirte

Bewegung zählt zu den grundlegenden Betätigungs und Ausdrucksformen von Kindern. Sie haben einen natürlichen Drang und Freude sich zu bewegen.
Ist die Bewegung bei Kindern eingeschränkt kann dies schwerwiegende Folgen haben. Nicht nur für die Gesundheit und die körperliche Entwicklung. Auch die geistige Leistung (Wahrnehmung und die kognitive Entwicklung) ist davon abhängig. Denn die motorisch Entwicklung ist Grundlegend für jegliches Lernen.
Es sollte möglichst viel Bewegung im Freien stattfinden. Da dies durch veränderte Lebensbedingungen für viele Kinder zu hause nicht möglich ist, gehen wir im Kindergarten sehr viel in den Garten. Aus diesem Grund sollten die Kinder immer dem Wetter entsprechend gekleidet sein. (Schneehose, Mütze, Schal, Gummistiefel...)


Wie findet Sport/Bewegung im Kindergarten statt?


Bewegungserziehung besteht aus verschiedenen Bereichen:


Freies Gestalten von Bewegung, im Garten oder im Turnraum. Die Kinder können, nach vorheriger Absprache mit einer Erzieherin der Igelgruppe, auch im Freispiel den Turnraum für Bewegungs - Ball oder Fangspiele nutzen. Außerdem stehen ihnen große Schaumstoffbausteine zum bauen und bewegen zur Verfügung. Im Garten steht den Kindern eine Bewegungsbaustelle, bestehend aus Ytongsteinen, Autoreifen und Brettern zur Verfügung. Hier können die Kinder sich im Konstruieren üben, ausprobieren, ob diese Konstruktion sie trägt, darüber balancieren, klettern oder springen. Gleichzeitig bekommen die Kinder Einblick in die Naturwissenschaften: sie können schiebe Ebenen bauen und selbst darauf gehen oder Gegenstände rollen lassen. Sie erfahren, dass Autoreifen weniger stabil sind als Steine und sie mehr Kraft aufwenden müssen um einen großen Stein zu transportieren als einen kleineren.


Turntag: Jede der drei Gruppen hat einen festen Turntag. Die Mäuse turnen am Montag, die Igel am Dienstag, die Bären am Donnerstag. Um die Sicherheit der Kinder beim Turnen nicht zu gefährden und den Kindern möglichst viel Platz zum Bewegen bieten zu können, wird in Kleingruppen geturnt. Bei der Zusammensetzung dieser Turngruppen wird auf die Körpergröße und das Alter der Kinder geachtet, da die unterschiedlichen Altersgruppen natürlich auch unterschiedliche Bewegungsbedürfnisse haben und unterschiedliche Hilfestellungen benötigen. Die Turnstunde kann unterschiedlich ablaufen:


Das offene Angebot: Jede Turnstunde beginnt mit einer so genannten "Aufwärmphase". Durch Bewegungspiele, Bewegungsgschichten oder Gymnastische Übungen wird der Körper, die Muskeln und Gelenke aufgewärmt. Der Körper wird Leistungsfähiger und Leistungsbereiter - die Verletzungsgefahr sinkt. Im Anschluß daran wird aus Bodenmatten, der Langbank, der Sprossenwand und den Schaumstoffwürfeln eine Bewegungsbaustelle eigerrichtet. Nach dem gemeinsamen Aufbauen zusammen mit der Erzieherin können die Kinder selbständig entscheiden, wie sie die Bewegungsbaustelle nutzen möchten. Die Erzieherin ist Beobachter, Hilfesteller, Ansprechpartner, Aufpasser. Am Ende der Stunde wird die Bewegungsbaustelle aufgeräumt. Den Abschluß bildet ein Bewegungsspiel oder eine Entspannungsübung.


Die "traditionelle" Turnstunde. Auch diese Turnstunde beginnt mit einer Aufwärmphase. Daran schließt sich dann der Teil an , der von der Erzieherin geplant und angeleitet wird. Zum Einsatz kommen verschiedene Turngeräte (Bälle, Sprossenwand, Langbank, Kegel, Seile, Kasten, Bodenmatten...). Die Erzieherin gibt die Übungen vor, zeigt diese, die Kinder machen die Übung mit. Nach dem Übungsteil folgt noch ein Schlußteil.
Diese Art der Turnstunde findet bei uns im Kindergarten nicht statt, da die Kinder zuwenig Möglichkeiten haben sich zu Bewegen und zu wenig Gelegenheit Eigeninitiative zu zeigen.

Schwimmen: 1x wöchentlich haben wir die Möglichkeit mit maximal 8 Kindern im örtlichen Seniorenzentrum das Schwimmbad für zwei Stunden zu nutzen. Die Schwimmgruppen sind so zusammengestellt, dass die Anzahl, je nach Alter der Kinder zwischen 5 und 7 Kindern variiert. Begleitet werden die Kinder von zwei Erzieherinnen. Eine davon ist ausgebildete Rettungsschwimmerin.Die Kinder, die zum Schwimmen mitgehen möchten müssen nicht schwimmen können. Im Schwimmbad haben die Kinder die Gelegenheit sich mit dem Element Wasser vertraut zu machen, darin zu spielen, ihren Köper wahrzunehmen. Dieses Angebot ist kein Schwimmkurs. Insbesonder Kinder, deren motorische Entwicklung beeinträchtigt ist, oder die schwierigkeiten mit der körperwahrnehmung haben,profitieren von diesem Bewegungsangebot.

Psychomotorik nach Aucouturier bezeichnet das Zusammenspiel des psychischen Erlebens des Menschen bzw. seiner psychisch-seelisch-emotionalen Entwicklung und der Entwicklung von Motorik und Wahrnehmung. Dabei werden die Einflüsse der sozialen und materiellen Umwelt auf das Gefüge von Psyche und Motorik mitberücksichtigt. Psychomotorik unterstüzt die entwicklung der Widerstanzfähigkeit (Resilienz) und des Selbstwertgefühls. Ängstliche und gehemmte Kinder können ebenso an der Psychomotorik teilnehmen wie unruhige oder aggressive Kinder. Das wichtigste an der Psychomotorik nach Aucouturier ist, dass Spiel - und Bewegungshandlungen von den Kindern ausgehen. dies verlangt dem päd. Personal, welches diese Einheiten leitet viel Flexibilität, Toleranz und aktive Beteiligung ab.

Unterstützt werden wir bei der Durchführung der Psychomotorik von einer Sozialpädagogin der Frühförderung Memmingen ( eine Einrichtung der Lebenshilfe).

Weiere Angebote: Neben den oben genannten Angeboten gibt es für die Kinder noch ausreichend andere Gelegenheiten sich zu Bewegen: Tanzen, Yoga, Spatzieren gehen.

 


c Markt Babenhausen 2004/05/06