Willkommen beim Kindergarten Guter Hirte

Krippenpädagogik


Unsere alters - und geschlechtsgemischten Gruppen werden auch von Kindern ab 24 Monaten belebt. Je jünger Kinder in unserer Einrichtung sind, um so mehr beobachten wir die Entwicklung dieser Kinder, ihr Verhalten, wenn Sie alleine sind, und wie sie sich in der Klein - bzw. Großgruppe verhalten. Kinder diesen Alters sind traditionell den größten Teil des Tages von einer Bezugsperson umgeben, meistens der Mutter. Viele Kinder sind Einzelkinder oder haben ein jüngeres oder älteres Geschwisterkind. Nur wenige Kinder wachsen in Familien mit drei oder mehr Kindern auf.
Die allermeisten Kinder sind, bei Eintritt in den Kindergarten, gewohnt, dass Ihre Bedürfnisse, die sie auf unterschiedlichste Weise artikulieren ( durch Sprechen, Schreien, Mimik und Gestik, Blickkontakt zur Mutter), sofort erfüllt werden.
In einer Gruppe mit vielen Kindern unterschiedlichen Alters, mit unterschiedlichen Bedürfnissen die von drei pädagogischen Fachkräften betreut werden, ist dies nicht einfach zu erfüllen. Deshalb ist es für uns sehr wichtig, dass die Kinder ausreichend Zeit haben, sich langsam einzugewöhnen, ohne das Vertrauen zu den Eltern zu verlieren. Die Eltern sollen sich nach Möglichkeit viel Zeit nehmen, um die ersten Stunden oder Tage mit ihren Kindern zusammen im Kindergarten zu bleiben. In dieser Zeit werden Sie von einer Erzieherin begleitet. Um den Jüngsten die Gelegenheit zu geben, sich möglichst gut an den Alltag im Kindergarten zu gewöhnen, können sie sich eine Bezugsperson wählen, zu der sie Vertrauen haben, mit der sie viel Zeit verbringen. Wir vermeiden während der Orientierungszeit, so gut es geht, ständig wechselnde Bezugspersonen auch bei den Angeboten für die jüngsten Kinder.
Wir haben den Tagesablauf den Bedürfnissen dieser Kinder angepasst: Wir haben keine festen Wickelzeiten. Jedes Kind wird bei Bedarf mit seinen eigenen, gewohnten Windeln gewickelt. So können die Kinder ihren eigenen Lebensrhythmus behalten.
Wie auch zu Hause haben wir feste Essenszeiten, die den Tag strukturieren, so dass sich die Kinder besser zurechtfinden können. Die Zwischenmahlzeit am Vormittag nehmen die Kinder gemeinsam in der Stammgruppe ein. Mittags essen die Jüngsten als erste um 11.30 Uhr im kleinen Kreis. So haben Sie Ruhe und können sich ungestört dem Essen zu wenden. Nach dem Essen können sie sich schlafen legen. Kinder, die außerhalb dieser Schlafenszeit das Bedürfnis haben, sich hinzulegen, werden selbstverständlich zu Bett gebracht. Wir haben keine begrenzte Schlafenszeit, jedes Kind kann schlafen, so lange und wann es möchte.
Im Laufe des Tages finden viele unterschiedliche Angebote für Kinder statt. Auch für die Jüngsten. Wenn sich die Vorschulkinder zur Literaturstunde zusammenfinden, treffen sich auch die Jüngsten in ein oder mehreren (Kleinst-)Gruppen um ein Buch anzuschauen, ein Fingerspiel zu machen, zu singen, oder spazieren zu gehen. Wir achten darauf, dass wir für die Jüngsten bei der Themenwahl möglichst nahe an der Lebenswelt der Kinder bleiben. Da Kinder durch stetiges Wiederholen, durch Eigenaktivität und mit allen Sinnen lernen, bieten wir den Kleinsten sehr lange die gleichen Lerninhalte, allerdings sprechen wir dabei die verschiedenen Sinne an. Beispiel das Thema Apfel (Dauer ca. 4 Wochen) : Zunächst lassen wir die Kinder den Apfel in die Hand nehmen, seine glatte Schale fühlen, das Gewicht des Apfels auf der Hand spüren. Wir benennen Schale, Kerne, Blüte, Stengel und essen gemeinsam Äpfel. Wir unterscheiden Äpfel an Hand der Begriffe klein - groß, sauer - süß, rot - grün. Wir machen ein Fingerspiel, singen ein Apfellied und spielen ein Kreisspiel vom Apfel. Wir gehen spazieren und betrachten bei einem Kindergartenkind einen Apfelbaum und pflücken Äpfel. Im Kindergarten schneiden wir die Äpfel klein, trocknen sie, bereiten Apfelmus, Apfelkuchen....zu. Wir schauen Bilder und Bilderbücher an, gestalten Handabdruckapfelbäume am Fenster, bekleben einen Papierapfel mit Schnipseln und malen einen Apfel...usw. All diese Aktivitäten finden immer mehrmals statt.

Kinder müssen, um neues "Begreifen" zu können, möglichst eigenaktiv und motiviert sein. Sie bekommen von uns ausreichend Zeit zum ausprobieren und können ihr Tun mehrmals wiederholen. Positive Lernerfahrungen, bei denen das "es geht nicht - und plötzlich schaffe ich es doch" im Vordergrund steht, motiviert die Kinder und bestärkt die Kinder in ihrer Entwicklung.

c Markt Babenhausen 2004/05/06