Gruppenübergreifende - offene Angebote - für alle!
In unserer Einrichtung gibt es 3 Stammgruppen, die Bären-, die Mäuse- und die Igelgruppe. Diese arbeiten sehr eng zusammen, stimmen sich täglich ab und gestalten den Tagesablauf und fast alle Aktivitäten gemeinsam.
Sämtliche Projekte, Feste, Ausflüge, Theaterbesuche werden prinzipiell immer von allen drei Gruppen gemeinsam durchgeführt.
Der Alltag in unserem Kindergarten und die Angebote für die Kinder und das Freispiel, ist so gestaltet, dass das ganze Haus für alle Kinder offen ist und die Angebote gruppenübergreifend den Kindern zur Verfügung stehen. Dies bedeutet einerseits, den Kindern durch freie Bewegungsmöglichkeiten in den Gruppen und sonstigen Spiel - und Beschäftigungsbereichen des Kindergartens ein möglichst großes Angebot an Beschäftigungs - Lern und Erfahrungsmöglichkeiten entsprechend ihrer Interessenslage, ihres Alters und ihres Entwicklungsstandes zu bieten. Andererseits kann das Kind selbst bestimmen, mit wem es spielen möchte, ob es einen zum Lernen und Ausprobieren anregenden Bereich wie z.B. die "Lernstube" bevorzugt oder lieber zusammen mit anderen Kindern im Turnraum toben möchte.
Dabei kann es völlig ungezwungenen alle Mitarbeiterinnen des Teams kennen lernen und ist nicht ausschließlich auf die MitarbeiterInnen seiner Gruppe fixiert.
So hat jedes Kind zwar seine "Stammgruppe" (Igel-, Mäuse- oder Bärengruppe), kann aber täglich außerhalb der Zeiten, in denen feste Angebote stattfinden, jederzeit selbst bestimmen, wo und mit wem es spielen möchte. Während der so genannten "Freispielzeit" stehen ihm alle Bereiche des Kindergartens zur Verfügung.
Dies hat den Vorteil, dass das Kind eine deutlich größere Auswahl an Spielgefährten hat, was zu einer besseren Entwicklung der Sozialkompetenz und zum Schließen vielfältiger Freundschaften führt. Es lernt, selbst zu entscheiden, was es gerade macht, wo es spielen und mit wem es zusammen sein möchte. Es kann die Räumlichkeiten des ganzen Kindergartens nutzen, ist also nicht zwangsweise auf den eigenen Gruppenraum und den dort oft recht hohen Geräuschpegel angewiesen, sondern kann sich überlegen, ob es z.B. in einer Gruppe mit vielen anderen zusammen in der Bau- oder Puppenecke spielt, lieber im Flur mit nur 2-3 anderen Kinder am Kaufladen oder in der Post spielt oder Mandalas malt, im Büro ein Computerspiel macht und Buchstaben und Zahlen kennen lernt, im Turnraum gemeinsam mit den Bewegungsbausteinen Höhlen baut oder in der Bücherecke in Ruhe ein Buch anschauen möchte.
Gruppenübergreifendes Arbeiten bedeutet jedoch auch, dass bestimmte Angebote so gestaltet werden, dass alle Kinder der Einrichtung, die die gleichen Interessen haben, sehr ähnliche Bedürfnisse oder derselben Entwicklungsstufe angehören, gemeinsam daran teilnehmen können. Dies ist vor allem sinnvoll auf Gebieten wie z.B. musikalische Früherziehung, Malen und Gestalten oder dem Vorlesen von Bilderbüchern.
Soll zum Beispiel ein Bilderbuch vorgestellt werden, bilden wir Gruppen, die durchaus unterschiedlich groß sein können. Wir unterscheiden in "Ganz Kleine", "Kleine", "Mittlere" und "Vorschulkinder". Den Kleinsten und Kleinen werden einfache Bücher mit klar gegliederten Bildern mit und ohne Text angeboten. Die Kinder können und sollen sich Aktiv beteiligen, die Bilder betrachten, Abbildungen benennen und evtl beschreiben (groß - klein, nach Farben). Bei den Mittleren sind die Geschichten schon etwas umfangreicher, die Kinder sollen und können Fragen stellen, Bilder beschreiben, zusammenhänge erklären oder Schlußfolgerungen ziehen und sie können anschließend ein Bild dazu malen, während den Großen eine längere Geschichte mit komplexerer Sprache angeboten wird, die dann nacherzählt oder auch als kleines Theater nachgespielt werden kann.
Da sich nun nicht unbedingt alle Kinder einer Altersstufe auch auf der gleichen Entwicklungsstufe befinden, können wir hier sehr individuell einteilen, um jedem Kind gerecht zu werden. Zudem können wir davon ausgehen, dass nur die Kinder an dem Angebot teilnehmen, die gerade Interesse haben und so auch nicht nur gelangweilt dabeisitzen und evtl. stören würden.
Ein weiterer Vorteil dieses gruppenübergreifenden Konzepts ist die Möglichkeit für das Personal, alle Kinder der Einrichtung kennen zu lernen, nicht nur die der eigenen Gruppe und umgekehrt können sich die Kinder an alle Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen und Praktikantinnen wenden, wenn sie etwas brauchen, sind nicht nur auf die Betreuerinnen der eigenen Gruppe fixiert und können zu allen emotionale Beziehungen aufbauen.
Auch fällt es leichter, die Entwicklung der Kinder zu beobachten und diese zu dokumentieren, da wir alle Kolleginnen zu Rate ziehen können und uns abstimmen können, wie die Kinder in einem anderen Umfeld, in verschiedenen Situationen erlebt werden. Auf diese Weise entsteht ein sehr viel differenzierteres, und objektiveres Bild.
Eine weitaus objektivere Beurteilung und Einschätzung der Kinder auch in Hinblick auf Elterngespräche oder Entscheidungen zur Einschulung bzw. der Notwendigkeit, eventuell entsprechend zusätzliche Fördermaßnahmen zu ergreifen oder weitere pädagogische Fachkräfte (Ergo- oder Logopädie, Frühförderung) hinzuzuziehen ist somit effektiver möglich.
Gemeinsame Aktivitäten aller Kinder wie z.B. Ausflüge, Exkursionen, Projekte oder ähnliches stärken das Zugehörigkeitsgefühl der Kinder zur Einrichtung und ihr Erleben als Teil des Ganzen.
Auch in unserer Einrichtung "menschelt" es und wir wissen, tolerieren und akzeptieren, dass sich nicht jedes Kind gleich gut mit jeder Mitarbeiterin oder jedem Kind versteht, so dass persönlich – emotionale Differenzen dadurch minimiert werden können, dass die Kinder ihen bevorzugten Ansprechpartner selbst wählen können.
Tagesablauf
16.30 Uhr der Kindergarten schließt.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |