| |
4 km östlich von Babenhausen
an der Hasel und Gutnach gelegen, liegen die Ortsteile der Gemeinde Kirchhaslach,
eingebettet in saftigen Wiesen und Waldflächen an der Kreisstraße
MN 11, im nordwestlichen Teil des Landkreises. Der Wallfahrtsort Kirchhaslach
ist seit 1377 urkundlich nachweisbar. Viele Ortsherren erfuhr der Ort, vor 1315
die Herren von Schönegg, nach 1315 bzw. 1331 die Herren von Rotenstein,
ab 1363 die Ritter von Mindelberg, 1377 die Herren von Freyberg, von 1539 bis
1806 schließlich die Fugger von Babenhausen, 1806 kam Kirchhaslach mit
dem Fürstentum Babenhausen zum Königreich Bayern. Der Wallfahrtsort
zählt zu den ältesten des Bistums und erlebte seit dem 13. Jh. Blütezeiten
und Niedergänge.
1855 Umbau des Zehentstadel als
Schul- und Mesnerhaus.
1948 Erweiterung der Schulräume
auf 4 Klassen (wegen des starken Flüchtlingstromes nach dem 2. Weltkrieg).
1961 Bau von 3 Lehrerdienstwohnungen.
1967 Aufnahme der 7. und 8. Klasse
aus der Schule Herretshofen als Gastschüler.
1969 Die Oberklassen gehen als Gastschüler
nach Kettershausen (Einführung der 9. Klasse sowie der Schulbusse).
1974 Bau eines kath. Kindergartens
in Kirchhaslach (2 Gruppen), Träger Kath. Kirchenstiftung.
1975 Alle Hauptschüler ab der
5. Klasse besuchen die neuerbaute Hauptschule im Schulverband Babenhausen.
1977 Grundschule Kirchhaslach mit
Herretshofen wird aufgelöst und dem Grundschulverband Babenhausen zugeordnet.
50 Knaben und 27 Mädchen mit den Lehrern Langer und Lochbrunner mußten
den Umzug antreten.
1972 Der Raum Babenhausen mit der
Gemeinde Kirchhaslach wird vom Altlandkreis Illertissen zum Landkreis Unterallgäu
mit 52 Gemeinden zugeordnet. Die Gemeinde Herretshofen tritt freiwillig der
Gemeinde Kirchhaslach bei.
1978 Gemeindegebietsreform in Bayern:
Die Gemeinden Greimeltshofen und Olgishofen werden der neugebildeten Gemeinde
Kirchhaslach zugeordnet.
1985 Abbruch des Alten Schulhauses
und Neuerrichtung eines Gemeindehauses (Rathaus) mit Verwaltungs-, Geschäfts-
und Vereinsräumen.
Ein reges Vereinsleben verbindet
die einzelnen Ortsteile miteinander. Das Ortswappen versinnbildlicht die Fuggerlilie
mit der Haselnuß mit dem Bächlein Hasel und das Mühlrad mit
der Heugabel als den Haupterwerbszweig der Landwirtschaft im Greut.
Aus den reinen Bauerndörfern
haben sich in den letzten Jahrzehnten Handwerks- und Gewerbebetriebe entwickelt
mit zahlreichen Arbeitsplätzen. Die Mehrheit der Ortsbewohner sind Pendler,
die in der näheren Umgebung in allen Berufszweigen beschäftigt sind.
Kirchhaslach hat 7 aktive Landwirte.
|



|